image Im Ländle image Mieminger Gebirge

Die gebe ich nicht mehr her – mein erstes Jahr mit der Leica M-P (240)

Vor einem Jahr habe ich meine Leica M-P (240) erhalten. Dieses Ereignis stellte das Ende eines über dreijährigen Entscheidungsprozesses zum Kauf dieser Kamera und den Beginn einer hoffentlich langjährigen Freundschaft dar. Was ist passiert in diesem Jahr, wie ist es mir ergangen im Umgang mit dieser Kamera. Hierüber geht es in diesem Beitrag …

Akademie für Darstellende Kunst – Ludwigsburg

Mit der Leica M-P (240) erhielt ich zugleich mein erstes Objektiv, das Leica Summilux-M 1.4/50 mm ASPH. Bereits zu DSLR-Zeiten habe ich eine Affinität hin zur Brennweite mit 50 mm entwickelt, welche ich in einer möglichst offenblendige Variante an meiner Leica weiter führen wollte. Meine anfängliche Sorge lag insbesondere darin, mich nicht an den Messsucher der Leica gewöhnen zu können. Nach den ersten Wochen der Eingewöhnungszeit im Scharfstellen mittels Messsucher verflog diese anfängliche leichte Beklommenheit. Das Scharfstellen wurde intuitiv. Insbesondere bei schwindender Helligkeit erwies sich der Messsucher als deutlicher Vorteil wegen seiner Klarheit und ermöglichte mir ein einwandfreies Scharfstellen. Autofokussysteme hätten in vergleichbaren Situationen durchaus Schwierigkeiten in Form eines „Pumpens“ aufgezeigt.

Akademie für Darstellende Kunst – Ludwigsburg

Mittlerweile führe ich die Kamera wann immer es geht mit mir. Insbesondere in Städten konnte ich so schon manch gute Aufnahme tätigen. Gerade in solchen Umgebungen ist es mir schnell bewußt geworden, wie wenig Beachtung man von seinem Umfeld als Fotografierender erhält. Sicherlich ist dies dem kleinem und unauffälligem Kamerasystem geschuldet. Es stellt für mich somit eine gewisse Befreiung von der Hemmnis dar, meinem Interesse der Streetfotografie nachzugehen. Einem Umstand, welchem ich mit meiner ehemals klobigen DSLR-Austattung nicht viel Freude abgewinnen konnte.

Leika

Lediglich das intuitive Fotografieren in Form von „Point and Shoot“ fällt mir hinsichtlich der Art der Belichtungsweise der Leica M-P (240) immer noch etwas schwer. Die Belichtungsergebnisse sind in dabei oft nicht in der genauen Ausprägung wie ich es bei den Arbeiten mit dem Stativ und entsprechendem Einmessen des Motive her gewohnt bin. Vielleicht ist aber auch mein Anspruch hier etwas zu groß.

Durchaus haben sich durch den Umstieg hin zur Leica Messsucherkamera für mich auch neue fotografische Interessen herausgebildet. So fotografiere ich nicht mehr fast ausschliesslich in der Natur, sondern nutzte auch vermehrt urbane Umfelder. Hier führe ich meistens die Leica M-P (240) mit einem oder zwei Objektiven ohne Stativ mit. Die Beschwingtheit und Unbeschwerlichkeit beim Fotografieren steht hier für mich im Vordergrund.

Kloster Weltenburg

Im Übrigen habe ich meine Liebe zum seriellen und themenorientierten Fotografieren gefunden. Hier widme ich mich relativ banalen Themen wie Farben, einzelnen Gegenständen, Menschen und Themengebieten, die einem im Alltag eher unauffällig entgegen treten. Beispielhaft sie hier das Thema „Wasserhydranten“ genannt, welches ich in diesem Beitrag vorgestellt habe.

So stelle ich fest, dass sich durch den Wechsel hin zur Leica M-P (240) hin meine Art des Fotografierens verändert und auch die Vielfältigkeit meiner Themen, welche ich fotografisch umsetze, vergrößert hat. Durchaus ein respektabler Gewinn.

Hessigheimer Felsengärten

Hessigheimer Felsengärten

Ende des vergangen Jahres hat sich dann zu meinem Objektiv Leica Summilux-M 1.4/50 mm ASPH. ein Leica Summarit-M 2.4/35 mm hinzu gesellt. Die Anschaffung des 35 mm Objektives erfolgte, da ich etwas mehr Weite und eine größere Tiefenschärfe für meine Landschaftsaufnahmen haben wollte. Auch sollte es im Wechsel zur 50 mm Brennweite eingesetzt werden. Jedoch findet es bei weitem nicht so häufig Anwendung wie das Leica Summilux-M 1.4/50 mm ASPH., welches sich als meine absolut bevorzugt genutzte Brennweite herausgestellt hat.

Hier stelle ich für mich fest, dass diese Brennweite tatsächlich die mir am besten liegende ist. Häufig benutze ich für einen möglichen Brennweitenvergleich den Bildfeldwähler, welcher mit unterschiedliche Rahmen von 28 mm bis 135 mm Brennweite im Messsucher anzeigt. Aus diesen hierdurch erzielten Erfahrungswerten scheint sich für mich die Tendenz hin zu einer Kombination aus 28 mm, 50 mm und 75 mm Brennweite zu ergeben. Eine Brennweite von 35 mm würde bei einer solchen Kombination von Objektiven dann eher als Alternativauswahl zur 50 mm Brennweite fungieren, wohl eher nicht als einen abgestufte Brennweite.

Mein Fazit: Die Anschaffung der Leica M-P (240) war die wohl beste Entscheidung seit dem Zeitpunkt, ab welchem ich mich für die Fotografie ernsthaft interessiere und mich mit ihr beschäftige. Die Leica M-P (240) gebe ich nicht mehr her … ☺️

Verwandte Artikel
  • Alle
  • nach Autor
  • nach Kategorie
  • By Tag
1 comment

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Blog via E-Mail abonnieren

Geben Sie ihre E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Kategorien