image Die Leica M-P (240) ist wieder da image Im Ländle

Hydranten – Eine Fotoserie

Seit langem habe ich nach Abwechslung in der Fotografie gesucht. Insbesondere war mein Ziel, die Fotografie in der näheren Umgebung spannender zu gestalten. Aber auch unterwegs, in anderen Städten oder Landschaften galt es, das Spektrum meiner Fotografie zu erweitern.

Die Lösung, welche sich mir angeboten hat, war die Auseinandersetzung mit der „seriellen Fotografie“. Hierunter ist das additive Fotografieren zu einem oder mehreren ausgewählten Themen zu verstehen. Ein weiterer Vorteil dieses fotografischen Arbeitens ist die Möglichkeit als auch Notwendigkeit, die Einzelaufnahmen unter konzeptionellen und gestalterischen Aspekten auszuführen.

Das schöne an dieser Vorgehensweise ist die zeitliche und örtliche Unabhängigkeit. Zudem lassen sich Einzelbilder beliebig austauschen, wodurch die Möglichkeit der Verbesserung einer Serie gegeben ist. Auch kann man zeitgleich an unterschiedlichen Themen von Serien arbeiten.

Zur Darstellung der einzelnen Serie bietet es sich an, diese in einem Tableau aufzuzeigen. Sind die einzelnen Aufnahmen entsprechend angeordnet, motiviert das Tebleau zum genauen hinschauen ein. Dem Betrachter bietet sich die Möglichkeit der vergleichbaren Sichtung der einzelnen Motive. Anfängliche Gleich- oder Ähnlichkeiten können sich auflösen. Einzelheiten, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Motiven werden erkennbar. Feinheiten der Motive, welche im Alltag untergehen, werden erkennbar. Die Neugierde wird geweckt.

In meiner ersten Serie habe ich mich dem Thema Hydranten angenähert. Hydranten begegnen uns im Alltag allerorten. Sie stellen Armaturen zur Entnahme von Wasser aus einem Wasserverteilungssystems dar und dienen als Teil der zentralen Löschwasserversorgung in Städten.

Fotoserie Hydranten – Die Einzelaufnahmen sind mit 50 mm und 35 mm Brennweite entstanden

 

Auf den ersten Blick erscheinen die Hydranten ähnlich. Durch ihre Form, Farbe und Aufbau scheinen sie sich zu ähneln. Bei genauer und vergleichender Betrachtung wird erkennbar, dass Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede vorhanden sind. Es lohnt sich daher, besonders hinzuschauen.

Bei der aktuellen Serie „Hydranten“ ist zudem feststellbar, dass sich eine Aufnahme von den Anderen abhebt. Etwas ist anders. Wer findet es heraus, worin sich das eine Bild von den Weiteren unterscheidet?

Mein Fazit: Serielles Arbeiten ermöglicht zeitlich und räumliches unabhängiges Arbeiten. Es lässt sich allerorts zu jedem Zeitpunkt ausführen. Hat man sich erst einmal eine Themensammlung angelegt, so sind schier unzählig viele Möglichkeiten zum Fotografieren und Schulen der eigenen gestalterischen Fähigkeiten vorhanden.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf das Fachbuch von Prof. Harald Mante – Die Fotoserie hinweisen. Es ist erschienen im dpunkt.verlag in der nunmehr 2. überarbeiteten Auflage. Es behandelt das Thema in allen Facetten.

 

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2 Kommentare
  • Max
    Antworten

    Lieber Martin,

    viele Grüße und vielen Dank für die Hydranten !

    D. M-R

    In England werden gerne Türen von einfachen Wohnhäusern in Serie aufgenommen. Sieht gut aus,
    weil sie sich alle irgendwie unterscheiden und meistens sehr knallige Farben haben.

    • Martin Pitsch
      Antworten

      Lieber Max,

      vielen Dank für Deinen freundlichen Kommentar!

      Die Serien mit den Türen sind mir bekannt. Es bieten sich bei den seriellen Arbeiten vielfältigste Möglichkeiten an, an denen man sich austoben kann. Nicht nur aus einzelnen Gegenständen, auch aus der Anzahl von Gegenständen oder aus den Farben wie „zweifach, dreifach etc. / gelb, rot, blau etc.“ lassen sich Serien bilden.

      Zur Zeit arbeite ich an mehreren Serien parallel – da kommt noch etwas … ☺️

      D. M.

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