image Donaublick image Leica Messsucherkamera – erste Erfahrungen

Leica M-P (240) und Summilux-M 1:1.4/50 ASPH.

Bereits im Dezember 2013 deutete wohl ein von mir erstellter Kommentar zu einem Beitrag in dem Blog  www.lichtknoten.com auf meinen heutigen Entschluss hin. Ich hatte geschrieben:

Fasziniert und geradezu beseelt fühlte ich mich in Ihren Beschreibungen über Ihren Weg hin zu und mit Ihrer neunen Leica M. Ihre neuen Erlebnisse mit dem 50/1.4 wie auch später mit dem 35/2.0 taten das ihre dazu. Ein Prozess hin zur Vereinfachung in der Fotografie mit der Möglichkeit der eigenen kreativen Entfaltung durch die freiwillige Beschränkung auf Mittel des Notwendigen, ja das fasziniert, das zeigt neue (alte) Wege auf, inspiriert und verleitet – wohl nicht nur mich!“

Abgeschlossen hatte ich meinen Kommentar mit:

„Vielleicht wage auch ich eines Tages den Schritt hin zu dieser Kamera …“.

Leica M-P mit Summilux-M 1.4/50 ASPH.

Leica M-P (240) mit Summilux-M 1.4/50 ASPH.

Ob ich diesen Schritt wagen soll, wurde von mir lange überlegt. Es war ein Auf und Ab, ein Hin- und Hergerissen, ein Abwägen der Vor- und Nachteile eines Leica Messsuchersystems für meine Art der Fotografie und der sich für mich daraus resultierenden Bedingungen. Im Februar 2015 konnte ich das erste Mal mit einer Leica M (Typ 240) fotografieren. Über meine ersten Eindrücke und Erfahrungen habe ich in einem früheren Blogeintrag berichtet. Weitere Kurzkontakte mit der Leica M (Typ 240) sind hierauf gefolgt …

Inspiration, Intuition und Lust waren mittlerweile merklich im Umgang mit meiner alten Fotoausrüstung verloren gegangen. Fernab fühlte ich mich vom Inhalt meines eingangs zitierten Kommentar.
Selbst meine Frau schien meinen Zustand wohl nicht mehr ertragen zu wollen – wohl auch vor dem Hintergrund meiner bereits veräußerten Nikon-/Zeiss-Ausrüstung – und bewog mich, doch endlich eine Entscheidung zu treffen und dieser sowie meinen Empfindungen treu zu werden.


Vielleicht wage auch ich eines Tages den Schritt hin zu dieser Kamera …

Der Tag ist gekommen … die Entscheidung bereits gefallen und die Kamera bestellt.

Vor kurzem hat sie mich erreicht – die Leica M-P (240) in schwarz mit dem Objektiv Leica Summilux-M 1:1.4/50 ASPH. 

Leica M-P

Leica M-P (240)

Ein für mich immer dezent vorhandener Wunsch nach Reduktion, Enttechnisierung und Unauffälligkeit meines Fotoequipments ist mit dieser Entscheidung in Erfüllung gegangen.


Wie soll es weitergehen:

Meine Erwartungen an die neue Leica M-P (240) sind insbesondere die, sie sehr häufig mitführen zu wollen. Wegen ihrer Kompaktheit und ihrem reduzierten Gesamtgewicht im Vergleich zu DSLR-Systemen stellt dies kein Hindernis dar. Im Weiteren erhoffe ich mir, dass sich meine Art des Fotografierens und die Herangehensweise an das Sujet – hier insbesondere im urbanen Umfeld –  durch das Fotografieren mit einem Messsuchersystem verändern wird. Die sich daraus ergebenden Möglichkeiten, vielleicht auch neue Themenbereiche der Fotografie für mich erschliessen zu können, runden die angesprochenen Erwartungen vorerst ab.

Im Bereich der gezielten (monochromen) Landschaftsfotografie beabsichtige ich wie gehabt die Fotografie unter Nutzung des Stativ und des Live-View weiter zu führen. Da sich bei der Leica M-P ein gezieltes ausmessen des Motivs systembedingt schwieriger gestalten lässt, steht hier die Überlegung zur Anschaffung eines externen Belichtungsmessers an.

Zu aller erst aber gilt es, mich mit der Leica M-P (240) und dem Leica Summilux-M 1:1,4/50 ASPH. auseinander zu setzen und mir mit der Zeit eine gewisse Grundroutine im Umgang mit dem neuen System zu erarbeiten.

Das Gefühl des „intuitiven Handelns“ im Einsatz mit dem Leica-Kamerasystem soll sich einstellen.

Auch erfreut es mich, anfänglich ausschliesslich nur die Brennweite von 50 mm – meine bevorzugte Brennweite – zu nutzen und mich auf diese einlassen zu können. Für mich ein „besonderer Reiz“.

Über meine ersten Eindrücke und Erfahrungen mit der Leica M-P (240) und dem Summilux-M 1:1,4/50 werde ich in den kommenden Berichten ausführlicher schreiben …

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6 Kommentare
  • Claus Sassenberg
    Antworten

    Lieber Martin,

    herzlichen Glückwunsch zu dem neuen Schmuckstück!

    Ich habe keine Zweifel, dass du die Freude an der Fotografie neu entdecken wirst. Das 50er Summilux ist eine tolle Optik, abgeblendet superscharf für Landschaftsfotos und bei Offenblende magisch…
    Wenn man sich das auch gelegentlich damit erkaufen muss, das die hauchdünne Tiefenschärfe einen beim Fokussieren insbesondere im Bereich bis 2 oder 3 Meter manchmal aufs Glatteis führt. Aber wenigstens kann man das dann der eigenen Unzulänglichkeit (ich rede von mir) zuschreiben.

    Es wird bestimmt nich lange dauern, bis dir die Bedienung des Messsuchers in Fleisch und Blut übergeht.

    Viel Freude mit der „Neuen“. Ich gehe davon aus, dass du jetzt draussen bist… zum fotografieren!

    Liebe Grüße,

    Claus

    • Martin Pitsch
      Antworten

      Lieber Claus,

      vielen Dank!

      Du hast recht, ich habe ein regenfreies Fenster genutzt und bin mit Frau und Hund Leika in den örtlichen Zoo – hier haben wir eine Jahreskarte – zu ersten Fotoaufnahmen gegangen. Bei einigen, mit Offenblende gemachten Aufnahmen, hat es mich anschliessend bei deren Betrachtung fast vom Stuhl gehauen. Jedoch gilt es für mich tatsächlich, mich auf Messsucherkamera komplett neu einzulassen und meine Arbeitsweise entsprechend anzupassen. Hier ist üben, üben, üben für mich angesagt.

      Ich bin schon richtig gespannt, wie hier meine Entwicklung fortschreiten wird …

      Liebe Grüße,

      Martin

  • LiK
    Antworten

    So, jetzt aber! Da ich ja auch ein klein wenig daran Schuld bin, dass Martin das Wesentliche entdeckt hat und den Schritt zur kleinen Schwarzen gewagt hat, muss ich doch einen Kommentar abgeben.

    Ich erinnere mich zurück, als es bei mir damals so weit war und ich den Karton in den Händen hielt und wusste was darin verborgen war. Was für ein Gefühl. Gibt es etwas schöneres? (Ja ok, ein…zwei Sachen fallen mir ein die vielleicht noch mehr Spaß machen als eine Leica auszupacken, aber es ist schon extrem aufregend.

    Ich kann nur sagen, dass mir auch nach drei Jahren die M immer noch Spaß wie am ersten Tag macht. Und ich denke Martin wird es gleich gehen. Also wirf alles über Bord was sich um Technik und den Vergleich von Kameras und Objektiven dreht und fotografiere. Genieße diesen Moment indem du auf den Auslöser drückst und sich die Blende schließt und für einen ganz kurzen Moment die Wirklichkeit festhält. Hab Spaß am Wesentlichen!

    Alex

    • Martin Pitsch
      Antworten

      Hallo Alex,

      vielen Dank für Deine lieben Zeilen. Das es so schnell gehen würde, habe ich nicht gedacht. Und das öffnen des Kartons, ja, das habe ich wohl glatt drei, vier mal gemacht. Da haben sich die Designer bei Leica schon was einfallen lassen. Wunderbar …

      Zur Zeit gehe ich mit ihr intensiv auf Tuchfühlung. Zeitweise empfinde ich sie dabei etwas zickig, welches aber wohl eher an meiner fotografischen Herangehensweise sein wird. Die Haptik des Gehäuses und der Schalter sowie das Auslesegeräusch suchen aber tatsächlich ihres Gleichen.

      Zur Zeit nähere ich mich ihr, hier wohl durchaus auf allen Empfindungsebenen 😉

      Viele Grüße,

      Martin

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